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in kleinen "urban poetry sessions" suchte man anfang der
neunziger die verbindung von clubbing und poetry. mal mit musik
unterlegt, mal von musikern begleitet, meist jedoch pur aber keineswegs
leise, fanden die "urban poetry sessions" zunächst
im jazz café statt. die "poets lounge" wandelte
dann den club, vollgestellt mit sofas, zum wohnzimmer. für
eineinhalb jahre gab es hier poetry slams, kurz-lesungen und audio-video-internet-konferenzen
mit chicago oder new york. 1998 brachte mit gästen wie tom
robbins die rückkehr zur urbanen poetry, die vollends unter
den 99er pop-autoren, benjamin von stuckrad-barre, sarah khan, benjamin
lebert erblühte. und die benjamins bescherten dem mojo club
erstmalig kreischende mädchen beim anblick eines autoren, der
ein buch aufschlägt.
mit nicht minderer
freude erinnern wir uns an die großartigen lesungen von christian
kracht (umstritten im rahmen der tristesse royale lesung), lemn
sissay, tobi&bo, muhammad eugene lange, vic lambrusco (wer elebten
durfte, wie er im jazz cafè lesend davon schwärmte,
einmal im leben ein italiener sein zu dürfen...), jc-001 (der
schnellste rapper der welt mit guiness buch eintrag und diversen
beat-boxenden mojo auftritten), küppersbusch, bob homan, funny
van dannen, dana bryant, mtv-darling jock scott und vor allem der
vater der pop-poeten nick hornby.
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